Also Wir erzählen euch heute etwas über die Katzen.

KITTEN
Kitten sind die kl. Baby's der Katzen.Katzen sind wunderbare Tiere, die durch ihre Eleganz und ihr süßes Auftreten die Herzen der Menschen erobet haben. Babykatzen sollten in den ersten Wochen bei der Mutter bleiben.Man sollte sie bis zu 8. Wochen bei der Mutter lassen, weil die Mutter dem Kitten in dieser Zeit das wichtigste beibringt . Der optimale Zeitpunkt für eine Trennung der Babykatzen ist sogar eher die 12. Woche, weil die Kleinen dann voll und ganz lebensfähig sind und nachher auch keine Probleme bekommen, weil die Katzenmama weg ist.
Kl. Kitten werden manchmal auch mit Milch groß gezogen aber man muss nicht.Kitten werden auch noch sehr verspielt sein wen sie noch klein sind.


GESCHICHTE DER HAUSKATZE
Dass die Katze ein Haustier ist, stimmt: Denn erst seit die Menschen Häuser bauten, lebten auch Katzen bei ihnen. Dass die Katze vom Menschen gegen ihren Willen domestiziert wurde, stimmt nicht: Katzen haben sich aus freien Stücken den Menschen angeschlossen. Wie es dazu kam und wie sie später die Welt eroberten... kommen Sie mit auf die spannende Reise der Katze durch Kulturen, Länder und Zeiten.

  

In grauer Vorzeit den Katzen auf der Spur. Die ersten Spuren von Begegnungen zwischen Katzen und Menschen gehen zurück ins 6. Jahrtausend vor Christus: ins Neolithikum in der vorkeramischen Zeit. Das weiss man, weil bei Ausgrabungen z. B. in Jericho auch Katzenskelette entdeckt wurden. Wahrscheinlich war die Katze damals bei den Menschen allerdings eher als Jagdbeute und nicht als Haustier beliebt. Es sollten Jahrtausende vergehen, ehe die Katze und der Mensch eine Gemeinschaft miteinander eingingen: eine Zeitspanne, die bei keinem anderen Haustier so lange währte. Warum? Solange die Menschen als Nomaden lebten, konnten Katzen sich nicht mit ihrem unsteten Lebenswandel anfreunden. Erst seit etwa 4000 Jahren lässt sich dann auf Kreta die Hauskatze nachweisen, in China seit etwa 2500 Jahren.

DIE KATZE EROBERT DIE WELT
Strenge Regelungen verboten die Ausfuhr von Katzen aus Ägypten, da sie als wertvolles und heiliges Gut galten. Doch gerade dieses Verbot veranlasste fremde Völker, ständig Schmuggel-Versuche zu unternehmen. Ein kleines Wüstentier, das den Ägyptern so wichtig, aber ausserhalb der Landesgrenzen unbekannt war, musste die Nachbarn reizen. Und so kam es, dass die Phönizier auf ihren Schiffen die ersten Katzen nach Italien, Gallien und Britannia schmuggelten. Die Perser nahmen sie von ihren Kriegszügen als Geschenke mit nach Hause, und römische Legionäre brachten sie nach Rom. Als dann gegen Ende der römischen Kaiserzeit die grossen Völkerwanderungen begannen, kamen Katzen auch aus Vorderasien und Russland nach Mitteleuropa – zu uns.Durch die Zeiten und Länder hat die auf der ganzen Welt geliebte Katze auch ihren Namen mitgebracht: Aus dem nubischen "kadiska" wurde das lateinische "catus", das italienische "gatta", das französische "chat" – und auch unser deutsches Wort "Katze". Eine faszinierende Geschichte, oder?

ANFÄNGE DER KATZENZUCHT
Die Katzenzucht ist noch recht jung. Sie lässt sich ungefähr 100 Jahre zurückführen. Erstes Interesse an einer Katzenschau besass angeblich der Künstler und Katzenliebhaber Harrison Weir. Er schrieb: "Mir kam die Idee, dass man Katzenausstellungen veranstalten sollte, damit man den verschiedenen Farben, Zeichnungen etc. mehr Aufmerksamkeit schenke. Die Hauskatze, die vor dem Kaminfeuer sitzt, besässe dann eine Schönheit und Anziehungskraft, die man vorher gar nicht bemerkt hätte."
Die erste Katzenschau fand am 13. Juli 1871 im Crystal Palace in Grossbritannien statt. Harrison Weir, sein Bruder John und der Geistliche J. Macdona waren die ersten Schaurichter, die über die 160 ausgestellten Katzen urteilten.Die Katzenausstellungen haben sich im Laufe der Zeit nur minimal verändert. Dennoch gibt es bis heute Unterschiede in der Beurteilung. Manche Richter untersuchen den körperlichen Zustand der Katzen, manche fassen sie noch nicht einmal an. Auch das ästhetische Empfinden variiert von Land zu Land, so dass den Rassestandards unterschiedliche Massstäbe zugrunde liegen.

KÖRPERBAU
Katzen sind Hochleistungssportler, durchtrainiert bis in die Krallenspitzen. Etwa 240 Knochen bilden das Grundgerüst des Körpers. Der Schwanz und die Wirbelsäule ermöglichen der Katze eine unglaubliche Flexibilität. Bewegungsfreiheit und Bewegungskraft - beides in einem - bilden das Grundprinzip der Wirbelsäule. Auch das Bauprinzip des restlichen Körpers basiert darauf, dass auf sichere Verankerungen von Knochen und Gelenken verzichtet wurde, um eine grösstmögliche Beweglichkeit zu erzielen. Dabei sind Katzen keine Muskelprotze. Ihre nicht übertriebenen dafür effektiven Muskeln bilden zusammen mit den Wirbeln eine superelastische, raffinierte Konstruktion. Deshalb kann eine Katze unter anderem auch im Sprung ihren Körper so wenden, dass der Sprung noch korrigiert wird. Der Schwanz mit seinen rund 20 Wirbeln ist dabei wichtiger Balancierstab und Steuerungsinstrument.

SPRINGEN;KLETTERN;BALLACIEREN
Die Fähigkeiten der Katzen lassen uns immer wieder staunen: Sie springen kraftvoll ab und landen auf genau dem Punkt, den sie anpeilen, sie klettern mühelos an Bäumen herauf, sie balancieren auf schmalen Balkongeländern, und sollten sie doch einmal fallen, dann auf ihre vier Pfoten. Viele dieser "Kunststücke" liegen im einzigartigen Körperbau der Katze begründet – sie beherrscht sie ganz instinktiv. Trotzdem gibt es für kleine Katzenkinder eine Menge zu üben. Sie trainieren im Spiel mit ihren Geschwistern. Schon bei diesen manchmal noch unbeholfenen, tollpatschigen Raufereien ist zu erkennen, dass sie zu grossen Bewegungskünstlern werden.

Sicher haben Sie es schon oft beobachtet: Ein schneller Satz auf den Tisch oder sogar auf den Schrank ist überhaupt kein Problem, denn Katzen können fast fünfmal so hoch springen, wie sie selbst gross sind. Ihre enorme Sprungkraft erreicht die Katze durch das Muskelpaket im hinteren Bereich ihres Körpers. Viele der Muskeln an den Hinterbeinen sind direkt mit dem Becken verbunden. Die Streckmuskeln veranlassen eine schnelle, kraftvolle Streckung des Knie- und Fussgelenks – die Katze katapultiert dadurch ihren Körper regelrecht nach oben. Mit ihrem Koordinationszentrum im Gehirn kann sie sofort reagieren und ihre Richtung sogar im Sprung korrigieren. Auch wenn sie einmal unfreiwillig fällt, landet die Katze trotzdem fast immer auf ihren vier Pfoten. Hierfür hat sie ein ganz spezielles "Radarsystem". Es veranlasst die Katze, im Fall den Kopf so zu drehen, dass er aufrecht gehalten wird. Der Rest des Körpers dreht sich dann durch einen Reflex der Wirbelsäule entlang entsprechend um. Das geht so schnell, dass man es als Zuschauer kaum mitbekommt. Der lange und sehr bewegliche Schwanz dient bei Sprüngen und beim Fallen als Steuer und zum Ausbalancieren. Deshalb kommt es fast nie vor, dass Ihr Sprungkünstler nicht dort landet, wo er eigentlich hin will.

Das feine Gleichgewichtsorgan ist bei kleinen Kätzchen schon von Geburt an vorhanden. Obwohl sie blind zur Welt kommen, orientieren sie sich instinktiv richtig. Mit etwa 3-4 Wochen fangen sie an, sich zu kabbeln und miteinander zu balgen. Die Muskulatur der Hinterbeine wird dabei trainiert, so dass die Zielsicherheit und die Höhe der Sprünge ständig zunimmt. Der Katzenbuckel wird jetzt ebenfalls geübt – diese spezifische Bewegung ist möglich, weil die Wirbel der Katze weniger eng miteinander verbunden sind als bei anderen Tieren.

 

 

Natürlich möchte eine Katze ihren Bewegungsdrang ausleben. Zum Beispiel an einem hohen Kratzbaum, der sich ideal zum Klettern und Toben eignet. Nach einem Sprung auf das erste Podest des Kratzbaumes werden die starken Muskeln der Hinterbeine zum weiteren Aufwärtsklettern eingesetzt. Die ausgefahrenen Krallen der Vorder- und Hinterpfoten dienen zum Festhalten. Jede Kralle ist am Ende eines Zehenknochens verankert, der wiederum durch elastisches Gewebe mit dem nächsten Zehenknochen verbunden ist. Sollen die Krallen benutzt werden, dreht eine Sehne den Endknochen nach vorne – die Kralle kommt zum Vorschein. Der einzige Nachteil dieser Kletterwerkzeuge ist, dass sie nach rückwärts gerichtet sind. Sie bieten deshalb nur Halt beim Aufstieg. Zurück geht’s dann mit einem Sprung zu Boden oder manchmal auch mit vorsichtigem Rückwärtsklettern.

Die richtige Technik zum Klettern müssen Katzenkinder ebenfalls üben. Auch sie freuen sich über einen Kratzbaum, an dem sie ihre ersten Erfahrungen sammeln, das Wetzen der Krallen lernen und sich auf ihre ersten kleinen Kletterpartien wagen. Wenn sie die Muskeln ihrer Hinterbeine schon ein wenig beim Spielen und Herumtollen trainiert haben, wächst auch ihr Mut und der Entdeckungsdrang. Oft haben sie allerdings dann mit dem Abstieg noch ein wenig Probleme – auch der will gelernt sein.

Katzen sind wahre Seiltänzer! Oft halten wir den Atem an, weil unsere Mieze auf dem Balkongeländer spazieren geht – aber unsere Sorge ist meist unbegründet. Das Schlüsselbein der Katze ist im Gegensatz zu anderen Tieren nicht oder nur als ganz kleiner Rest vorhanden. Die Schulterblätter sind mit dem sehr schmalen Brustkorb wie bei den Hinterbeinen ebenfalls nur durch Muskeln verbunden. So haben die Vorderbeine mehr Beweglichkeit und können ganz eng nebeneinander gehalten werden. Das flexible Skelett ermöglicht es der Katze, beide Körperhälften in entgegen gesetzter Richtung zu bewegen – sie verliert fast nie die Balance, auch wenn das Balkongeländer über Eck geht. Hinzu kommt, dass Katzen Zehengänger sind; sie berühren den Boden nur mit einem Teil des Fusses. Dadurch erreichen sie Schnelligkeit gepaart mit hoher Standfestigkeit auch auf kleinstem Raum. Der Schwanz mit seinen 19 bis 24 Wirbeln dient dabei als Balancierstange.

Die ersten Balancier-Versuche kleiner Katzen enden meist mit einem befreienden Sprung zurück zur Erde. Denn richtig balancieren will gelernt sein. Erst mit 4 bis 5 Monaten, wenn die Kätzchen in all ihren Bewegungen sicherer sind und ihr Knochenbau stärker wird, werden auch sie zu kleinen Balancier-Artisten.

BEWEGLICHKEIT
Die Beweglichkeit der Katze ist einmalig, nicht zuletzt auch durch ihren elastischen Körperbau. Eine Katze gilt beim Klettern sowohl als "Schwielen als auch als Krallen-kletterer". Für steile Bäume benutzt sie ihre Krallen. Eine weitere Disziplin, welche die Katze meisterhaft beherrscht, ist der Zielsprung. Sie springt ohne Anlauf vom Fussboden auf die Fensterbank oder eine hohe Mauer hoch. Nicht nur, dass sie dabei ihr Ziel präzise anvisiert, sie besitzt auch eine beeindruckende Körperbeherrschung und einen faszinierenden Gleichgewichtssinn. Der gekonnte Mauersprung ist dabei eine Frage von Spannkraft und Muskeln. Die Katze verfügt ausserdem über verschiedene Gangarten:

  • Der Kreuzgang - sie hebt das Bein vom Boden, dem Vorderbein rechts folgt das Hinterbein links und umgekehrt.
  • Der Passgang - bei dem sich die Beine einer Seite gleichzeitig bewegen.
  • Das Schleichen - das Gehen in Zeitlupe.
  • Der Galopp - den die Katze nur auf der Flucht gebraucht. Bei kurzen Sprints kann sie ein Tempo von bis zu 50 km/h erzielen.
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MUSKELN
Vollkommen entspannt, nahezu bewegungslos, liegt die Katze im Gras. Plötzlich - ganz unvermittelt - schnellt sie nach vorn. Zielgerichtet, ohne das kleinste Anzeichen einer Unsicherheit. Die Koordination ihrer Bewegungen ist perfekt. Mitten im Fluss stoppt sie ihren explosionsartigen Lauf - genauso abrupt, wie sie ihn begonnen hat. Wie ein Denkmal steht sie da. Ohne Zucken, ohne Zittern. Eine Katze auf der Jagd - ein Actionfilm, der im spannendsten Moment angehalten werden kann. Vom Hauptdarsteller selbst, der Katze.Katzen haben die absolute Kontrolle über das Spiel ihrer Muskeln. Dank dieser enormen Körperbeherrschung sind sie wahre "Stop an Go"-Künstler. Ihre kraftvollen Muskeln sind dafür speziell auf Turbo eingestellt. Katzen können also aus dem Stand abgehen wie ein Blitz, doch ihre Power hält nicht lange an. Katzen sind tolle Sprinter. Lange, ausdauernde Läufe sind dagegen nicht ihre Spezialität.

Über 500 Muskeln geben der Katze Kraft und Beweglichkeit. Jeder einzelne hat seine eigene, wichtige Funktion, einige unterstützen und ergänzen sich auch in ihrer Arbeit. Das perfekte Zusammenspiel, die gezielte Teamarbeit der Kraftpakete, werden dabei zentral gesteuert. Vom Gehirn, das über die Nerven Impulse an die Muskeln abgibt.

Die eigentlichen Muskelzellen sind bis zu 20 cm (!) lang, aber nur rund 0,08 mm dick. Diese hoch spezialisierten Zellen werden durch zartes Bindegewebe zu Bündeln zusammengefasst. Erst diese Zellbündel sind mit dem blossen Auge erkennbar und werden im Volksmund als "Fleischfasern" bezeichnet. Viele zu Bündeln zusammengefasste Muskelzellen bilden also den einzelnen Muskel.

Die Muskelzellen sind von einer dünnen Hülle umgeben und enthalten unzählige kontraktile Myofilamente (Eiweissketten). Diese sind wie zwei Kämme ineinander verzahnt. Bekommt ein Muskel einen Nervenimpuls, schieben sich in den Muskelzellen "die Zinken" der "Kämme" ineinander. Die einzelnen Zellen verkürzen sich - und damit auch der ganze Muskel.

Wie viele "Kämme" sich ineinander schieben - wie weit und wie lange - bestimmt die Art des eintreffenden Nervenimpulses. Seine Qualität bestimmt also Dauer und Grad der Muskelverkürzung sowie die dahinter steckende Spannung und Kraft.

So gibt es Bewegungsabläufe, bei denen komplett identische Muskelgruppen in Aktion treten, das Ergebnis jedoch ein anderes ist. Ein Beispiel: Eine Katze räkelt sich genüsslich und streckt dabei ihre Hinterbeine aus. Streckmuskeln sind aktiv, Beugemuskeln passiv. Die Bewegung ist entspannt, es steckt kaum Kraft dahinter. Anders ist dies bei einem gewaltigen Sprung. Auch hier werden die Hinterbeine gestreckt. Die Streckmuskeln sind aktiv, die Beugemuskeln passiv. Doch es steckt enorme Power dahinter - Kraft, welche die Katze abheben lässt.



GEBISS
 Das Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen grösserer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus, mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner aussergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.


KRALLEN UND PFOTEN
Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze ausserdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmässig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.

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FELL
Die Katze trägt legere, elastische "Kleidung" - Haut und Fell liegen nicht eng am Körper. Dies ermöglicht ihr, bei Kämpfen vor Bissen gut ausweichen zu können. Fell und Haut sorgen ausserdem dafür, dass die Körpertemperatur stets zwischen 38 und 39 Grad Celsius gehalten wird. Die Haarlänge ist je nach Tier und Rasse verschieden. Normalerweise besteht das Fell aus kurzer Unterwolle, langen Leithaaren und den Grannen bzw. Oberhaaren, die das Deckhaar bilden und das herrlich glänzende Fell der Katze ausmachen. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird das Haar bei freilaufenden Katzen gewechselt. Die Wohnungskatze verliert das ganze Jahr über Haare. Sie sollte von Zeit zu Zeit in ein nicht beheiztes Zimmer oder auch an kälteren Tagen auf den Balkon gelassen werden, damit der Fellwechsel verstärkt wird. Pigmenteinlagerungen im Fell verleihen dem Fell die vielfältige Farbenpracht.

ERNÄHRUNG

DIE FRESSGEWOHNHEITEN DER KATZE

Im "Waltham Centre for Pet Nutrition", einem Forschungszentrum nördlich von Cambridge in England, wird die Ernährung von Katzen wissenschaftlich erforscht. Durch Beobachtung mit Infrarot-Kameras mit Zeitraffer rund um die Uhr hat man festgestellt, dass Katzen innerhalb von 24 Stunden in nahezu gleichen Abständen 36mal zum Fressen an den Napf gehen:

  • Die Katze ist ein Beutetierfresser. Sie frisst nicht nur das Fleisch der Beute, sondern auch den Darm mitsamt Speisebrei und den darin enthaltenen Kohlenhydraten.
  • Am liebsten fressen Katzen Futter, das entsprechend ihrer Körpertemperatur etwa 38 Grad warm ist.
  • Sie bestehen auf Abwechslung oder kaprizieren sich auf ganz Bestimmtes.
  • Reste lässt sie liegen: sie will es immer frisch.
  • Katzen lassen sich beim Fressen Zeit, sie schlingen nicht.
  • Katzen in der Wildnis fressen gerne unbeobachtet. Sie lassen auf die Mahlzeit eine längere Ruhepause folgen.
  • Die Verlockung Zucker lässt sie gleichgültig.
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JUNGE KATZEN RICHTIG FÜTTERN
Wer sich eine Katze hält, muss sie richtig ernähren. Die Menge der Mahlzeiten finden Sie auf der jeweiligen Verpackung. Diese Tabelle zeigt Ihnen, in wie viele Mahlzeiten über den Tag verteilt die entsprechende Menge gefüttert werden sollte. Die Entwöhnung der Kätzchen sollte mit der zehnten bis zwölften Woche abgeschlossen sein. Schon während dieser Zeit kann Fertignahrung zugefüttert werden.

Für Jungkatzen und Katzenmütter während dem Stillen sollte spezielles "Kitten"-Futter gekauft werden, welches die richtige Zusammensetzung für das Jungtier bzw. seine Mutter aufweist.

 

Alter Fütterung pro Tag Gewicht der Katze in kg. ca.
6. - 12.Woche 6 0,6
3. Monat 5 0,9
4. Monat 4 1,2
5. Monat 3 1,5
Ab dem 6. Monat sollte Ihre Katze 1-2 mal am Tag gefüttert werden.
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KATZEN AB 8 JAHREN RICHTIG FÜTTERN
Jede Altersstufe bringt Veränderungen im Organismus mit sich. Bei Katzen ab 8 Jahren verändern sich die Organfunktionen, und der Stoffwechsel beginnt, sich umzustellen - was man ihnen äusserlich nicht ansieht. Dadurch werden die Nährstoffe, die sie aufnehmen, anders verwertet als bei jungen Katzen. Die Zusammensetzung der Nahrung muss deshalb auf diese Veränderung abgestimmt sein - nur dann ist das Wohlbefinden einer älteren Katze gewährleistet. Eine Katze ab 8 Jahren hat den gleichen Energie- und Proteinbedarf wie eine zweijährige. Durch die Umstellung des Stoffwechsels in diesem Lebensabschnitt können sich jedoch die Haut- und Fellbildung verändern. Deshalb benötigen Katzen ab dem achten Lebensjahr besonders viel Vitamine aus dem Vitamin B-Komplex, da diese Haut und Fell weiterhin gesund und glänzend erhalten. Hierfür gibt es wiederum spezielles "Senior"-Katzenfutter.

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WAS HEIßT ARTGERECHTE KATZENERNÄHRUNG?
Jede Katze muss so ernährt werden, dass ihr Nährstoffbedarf voll gedeckt wird. Eine artgemäss gefütterte, gesunde Katze ist an ihrer Umgebung interessiert, hat klare Augen und ein dichtes, glänzendes Fell. Mit der Nahrung nimmt die Katze die Nährstoffe auf, die sie benötigt, um zu leben. Gleich ob sie atmet, schleicht, läuft, springt, miaut oder schnurrt, sie verbraucht Energie. Diese steckt in den chemischen Bausteinen der Nahrungsmittel. Bei der Katze stellen vor allem Fette die Energiequellen dar, welche der Körper braucht, damit

  • die Körpertemperatur ständig bei etwa 38,5 Grad gehalten wird,
  • die Muskulatur bewegt werden kann,
  • das Nervensystem optimal funktioniert,
  • das Wachstum bei jungen Tieren gewährleistet ist.

Kohlenhydrate sind für die Katze kein lebensnotwendiger Nährstoff, dienen in geringen Mengen aber auch als Energielieferant. Eiweisse (Proteine) sind unbedingt erforderliche Nährstoffe, da sie Aminosäuren bereitstellen, die neben vielen weiteren Aufgaben für das Wachstum und die Neubildung von Körpergewebe verantwortlich sind. Die Katze braucht sehr viel Eiweisse, pro Kilogramm Körpergewicht doppelt soviel wie beispielsweise ein Hund. Den Körper von Katze und Mensch vereint eine Besonderheit, ein altes Gesetz der Natur: Überschüssige Energie wird nicht in Form von Wärme abgegeben, sondern in Fett umgewandelt und gespeichert. Früher konnte man damit für schlechte Zeiten vorsorgen, was heute in den Wohlstandsgesellschaften wohl nicht mehr gilt.

Für uns und unsere Katzen gilt vielmehr: Wer zuviel isst, wird dick. Und: Wer falsch isst, wird krank. Es kommt daher nicht nur auf die richtige Menge der Grundnährstoffe an - sie müssen auch im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Fazit: Die Katze muss eiweissreich ernährt werden, in ihrer Ration sollten ausserdem ausreichend Fett, Taurin, Spurenelemente und Vitamine enthalten sein. Es können durchaus (wenige) Kohlenhydrate enthalten sein, diese müssen aber leicht verdaulich sein, was praktisch nur bei Reis zutrifft. Zucker gehört nicht auf den Speiseplan von Katzen. In idealer Weise wird diese Kombination heute als Fertignahrung angeboten. Auch wenn unsere Katze Kuchen oder Reispudding frisst, gerne Mehl- oder Sahnesaucen schlabbert, wenn sie auf Kalbsleberwurst scharf ist - das alles bekommt ihr nicht. Eine Katze ist weder ein Resteverwerter noch ein Delikatessenschlucker. Sie muss eine ausgewogene und artgerechte Nahrung bekommen.

Bei der Fertignahrung, ob Trocken- oder Nassfutter, ist unbedingt auf eine gute Qualität mit (mindestens) 60% Fleisch oder Fisch zu achten. Das Futter sollte etwa 30% Rohprotein und 15 - 20% Rohfett enthalten. Solche Fertignahrung ist beim Tierarzt oder im Zoofachgeschäft erhältlich. Da die Katze davon mengenmässig weniger braucht, sind die Mehrkosten pro kg Futter schon fast ausgeglichen. Weil bei gutem Futter alle Inhaltsstoffe gut verdaulich sind, gibt es weniger Kot, was wiederum eine Ersparnis beim Katzenstreu mit sich bringt. In billigem Katzenfutter vom Supermarkt ist oft nur etwa 4% Fleisch oder Fisch, dafür aber jede Menge Kohlenhydrate und Wasser (Nassfutter) enthalten.

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TYPISCHE FEHLER BEI DER KATZENERNÄHRUNG

1.Nahrung auf Sparflamme

Wenn die Katze Tischreste bekommt, die viel zu wenig hochwertiges Eiweiss enthalten, wenn man ihr Futter mit qualitativ minderwertigem Eiweiss gibt, so dass die essentiellen Aminosäuren fehlen, dann wird die Katze mager, ihr Fell wird struppig und glanzlos, sie wird appetitlos und teilnahmslos. Das alles sind Anzeichen für eine Mangelernährung. Junge Katzen leiden bei minderwertigem Futter mit geringwertigem Eiweiss unter Wachstumsstörungen.

2.Die Nur-Fleisch-Fütterung

Reine Fleischfütterung ist ungesund, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium, so dass ein Kalziummangel auftritt. Das bedeutet für junge Katzen fehlerhaften Skelettaufbau mit Neigung zu Knochenbrüchen. Brechen Wirbelknochen, sind Lähmungen die Folge. Erwachsene Katzen, wenn sie nicht gerade trächtig sind, überstehen zwar Kalziummangel besser, bauen aber zum Ausgleich in den Knochen enthaltenes Kalzium ab, und das führt zu Knochenerweichungen.

3.Viel Leber ist für die Katz'

Katzen mögen zwar Leber gern, aber eine übermässige Leberfütterung kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, die sich in Gelenkstarre und Lahmen infolge von Knochenwucherungen, besonders am Hals und den Gliedmassen, äussert.

4.rohes Fleisch birgt Gefahren

Parasiten, Viren oder bakterielle Krankheitserreger wie Salmonellen können darin enthalten sein. Katzen sollen kein rohes Fleisch oder rohe Innereien bekommen. Parasiten, virale oder bakterielle Krankheitserreger wie Salmonellen sind wieder mehr verbreitet. Vor allem in rohem Schweinefleisch tritt ein Virus auf, das zu der für Katzen stets tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit führt. Deshalb kann Rohfütterung ein schwerer Fehler in der Katzenernährung sein. Sicherer ist Fertignahrung in Dosen oder Schalen, weil sie stets keimfrei ist.

5.Katzen und Milch

Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung. Allerdings enthält sie viel Milchzucker (Lactose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten werden kann. Dabei kann es durchaus zu schweren Durchfällen kommen. Es gibt aber auch eine speziell aufbereitete Milch für Katzen.

6.für die Katze nur Selbstgekochtes

Die ausschliessliche Fütterung von selbst bereitetem und selbst gekochtem Futter ist gut gemeint, aber meist schlecht getan. Durch zu langes Kochen werden beispielsweise die Vitamine A und B1 weitestgehend zerstört. Da eine selbst gemachte Mahlzeit nie in ihrer Zusammensetzung ausgewogen ist, treten irgendwann die schon beschriebenen Folgen von Fehlernährung auf.

Nun kann man von keinem Katzenhalter erwarten, dass er die Zusammensetzung der Nahrung bis in die Aminosäuren genau kennt und sie fachmännisch berechnet und zusammenstellt. Man hat bisher erst in wenigen wissenschaftlichen Instituten untersucht, was die Katze überhaupt zur richtigen Ernährung benötigt. Die Ergebnisse machen ganz deutlich, wie schwierig es ist, eine Katzennahrung richtig zusammenzustellen. Der sicherste Weg zur vollständigen Versorgung mit allen Nährstoffen führt über Fertignahrung vom Tierarzt oder vom Zoofachgeschäft.

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KNOCHEN SIND NICHTS FÜR KATZEN
Bei Knochen ist grosse Vorsicht geboten. Spitzbrechende Knochen können gefährliche Verletzungen in der Mundhöhle und im Verdauungstrakt hervorrufen. Als Mineralstofflieferant sind Knochen zudem völlig ungeeignet. Ausserdem brauchen mit Fertignahrung ernährte Katzen keine zusätzlichen Mineralstoffe - sie werden mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

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KATZEN KNABBERN GERNE GRAS
Zum einen die Spitzen, zum anderen die ganzen Halme. Die benötigen sie offenbar als Hilfe, um die Haarballen, die sich in ihrem Magen aus den Haaren bilden, die sie bei der täglichen Fellpflege geschluckt haben, wieder auszuwürgen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Katze mit dem Gras auch bestimmte Stoffe (Vitamine) aufnimmt. Da Wohnungskatzen und auch die meisten Großstadtkatzen kaum an Wiesen oder grasbewachsene Wegränder kommen, müssen wir ihnen eine Ersatzwiese schaffen. Man sät am besten in eine flache Schale oder in einen Blumenkasten "Katzengras", das man im Handel bekommt. Mit dieser Wiese im Haus verhindert man, dass sich die Katze an Zimmerpflanzen bedient, was weder ihr noch den Pflanzen gut bekommt.

Darf die Katze in den Garten, müssen wir auf alle Unkrautvernichtungsmittel und andere Gifte verzichten

BEIM TIERARZT: " MIEZE SAG AAA..."

Wie oft muss ich mit meiner Mieze zum Tierarzt gehen?
Und bei welchen Anzeichen unbedingt sofort...?
Was kann ich tun, damit Mieze sich beim Tierarzt sicher und geborgen fühlt…?

Jeder, der seine Katze so richtig lieb hat, hat sich diese Fragen sicher schon einmal gestellt. Hier erhalten Sie die Antworten. Wenn Sie nur einige einfache Grundregeln beherzigen, wird der regelmässige Besuch beim Tierarzt für alle Beteiligten zu einer ganz selbstverständlichen Routine. Und Sie haben jederzeit die Gewissheit, dass Sie alles für die Gesundheit Ihres kleinen Schützlings getan haben.

Im Gegensatz zu früher, als der Tierarzt sich hauptsächlich um Rinder, Schweine, Pferde etc. und nur nebenbei auch um Hund und Katze kümmerte, gibt es heute zahlreiche Tierärzte für Kleintiere. Alle zugelassenen Tierärzte – ob mit oder ohne den Titel "Dr. med. vet." – haben genauso lange studiert wie ihre Human-Kollegen. Auch die diagnostischen Möglichkeiten und Behandlungsmethoden unterscheiden sich nicht von denen der Humanmedizin. Es gibt Spezialisten für schwierige Fälle und Tierkliniken für die stationäre Behandlung, an die der "Haus-Tierarzt" in besonderen Fällen überweisen kann. So kann heute für die Gesundheit unserer schnurrenden Hausgenossen sehr viel getan werden.

Bei der Auswahl eines Tierarztes versetzen Sie sich einfach einmal in Ihre geliebte Katze. Um ihr z.B. unnötig lange Transportwege zu ersparen, sollte die Praxis möglichst nur "einen Katzensprung" von Ihrem Zuhause entfernt liegen. Langfristig das Wichtigste jedoch ist das Vertrauen zu Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin, damit Ihre Katze und Sie sich dort gut aufgehoben fühlen. Die meisten Katzenhalter finden ihren Tierarzt übrigens durch Empfehlungen anderer Tierfreunde, aber ein kurzer Blick ins örtliche Branchenbuch führt Sie ebenfalls zu einer Tierarztpraxis in Ihrer Nähe.

Ab ins Körbchen und auf zum Tierarzt das ist die Devise, wenn Sie bei Ihrer Katze einen begründeten Krankheitsverdacht hegen. Folgende Merkmale sollten Sie genau beobachten und dem Tierarzt kurz, aber im Detail wiedergeben: verändertes Verhalten, Unsauberkeit, Appetitlosigkeit, stumpfes Fell, verklebte Augen, häufigeres "Aufs-Katzenklo-Gehen" oder was sonst anders ist als gewohnt. Bei grösseren Wunden und Knochenbrüchen versteht sich ein Tierarztbesuch von selbst.

Natürlich gilt auch für Katzen: Vorbeugen ist die beste Medizin. Das heisst konkret: jährliche Impfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose und Tollwut (bei Katzen, welche die Wohnung verlassen!), Wurmkuren (vorsorglich bis zu 4 x im Jahr) sowie eine jährliche Vorsorgeuntersuchung. Letztere ist sehr zu empfehlen und umfasst eine genaue Bestandsaufnahme vom Ernährungszustand über diverse Laborwerte bis hin zur Zahnuntersuchung. Tierärzte sind nämlich auch Zahnärzte; z.B. entfernen sie, wenn nötig, schon mal Zahnstein an Büsis kleinen Zähnen. Ganz wichtig: Alles, was der Tierarzt macht, sollte ab der ersten Impfung mit etwa 8 Wochen in einem "Gesundheitspass" genauestens festgehalten werden. Das erleichtert spätere Diagnosen erheblich – besonders, wenn Sie Ihren Tierarzt einmal wechseln müssen.

Ihrer Mieze zuliebe: Gehen Sie mindestens 1 x im Jahr zum Tierarzt! Abgesehen von der Auffrischung des Impfschutzes ist das wichtig, damit sich Ihre Katze an die Tierarztpraxis gewöhnen kann. Andererseits lernt so auch der Tierarzt Ihre Katze näher kennen. Das wiederum ist für Diagnose und Behandlung von grossem Vorteil. Deshalb sollten Sie auch möglichst immer zu einem Tierarzt gehen – so wie wir zu unserem Hausarzt.

Viele Katzenbesitzer kennen das: Katzen spüren es regelrecht, wenn es zum Tierarzt gehen soll. Und aus dem verspielten, mutigen "Minitiger", der eben noch einer Stoffmaus das Fürchten lehrte, wird plötzlich ein ängstliches, kleines Miezekätzchen. Sprechen Sie beruhigend mit Ihrer Katze, wenn Sie sie bequem auf einer Decke im Tragekorb untergebracht haben.

Vor dem Praxisbesuch sollten Sie eine genaue Terminabsprache mit dem Tierarzt treffen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Hauptbezugsperson die Katze persönlich zum Tierarzt begleitet. Denn sie kann den kleinen Patienten am besten beruhigen und dem Tierarzt die notwendigen Informationen zu seinen Gewohnheiten und seiner Gesundheit geben. Änderungen im Verhalten z. B. können ein Anzeichen für eine organische Erkrankung sein. Man macht sich also keineswegs lächerlich, wenn man dem Tierarzt erzählt, dass Mieze sich neuerdings immer versteckt.

Im Behandlungszimmer setzt am besten die Tierarzthelferin (oder Sie) die Katze auf den Behandlungstisch und hält sie während der Untersuchung auch fest. Vergessen Sie nicht, möglichst während der gesamten Zeit ruhig mit der Katze zu sprechen. Nach der Diagnose gibt Ihnen der Tierarzt in der Regel gleich die notwendige Medizin sowie genaue Anweisungen für die Weiterbehandlung zu Hause.

Wenn Sie mit Ihrem kleinen Patienten wieder zu Hause sind, lassen Sie ihn am besten erst mal in Ruhe und beobachten "unauffällig", wie er sich verhält, ob er frisst usw. (Bei operativen Eingriffen ist es sinnvoll, sich einen Tag Urlaub zu nehmen.) Halten Sie sich ganz genau an die Anweisungen des Tierarztes, z.B. die Dosierungen von Medikamenten in bestimmten Abständen. Das gleiche gilt für eine gezielt vom Tierarzt verschriebene Diäternährung. Sie kann ein sehr wichtiger Teil der Therapie sein, denn kranke Katzen benötigen eine andere Nahrung als gesunde. Besonders wichtig: Da kranke Katzen oft nur ungern fressen, muss das spezielle Diätfutter besonders schmackhaft sein.

Bei soviel Liebe und Pflege wird Mieze schon bald wieder gesund und munter sein…

Wichtige Tips zum Thema Tierarzt:

  • Der regionale tierärztliche Notdienst ist in vielen Tageszeitungen ausgedruckt, ansonsten meist über den Anrufbeantworter Ihres Tierarztes in Erfahrung zu bringen.
  • Erste Hilfe bei Wunden und Knochenbrüchen: Sofort die Katze in eine Decke hüllen, behutsam in einen grossen Karton legen und zum Tierarzt bringen.
  • Kleine Kätzchen und zugelaufene Katzen gehören gleich zum Tierarzt, um den Gesundheitszustand zu prüfen und sie evtl. impfen zu lassen.
  • Erfragen Sie am besten vor einer Behandlung die voraussichtlichen Kosten.
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IMPFEN-WOGEGEN,WANN?
Durch den Gebrauch von Impfungen wurde die Häufigkeit (Inzidenz) und Ernsthaftigkeit von ansteckenden Krankheiten stark reduziert. Durch die Impfung wird in der Katze ein komplizierter Prozess ausgelöst, bei dem ihr Abwehrsystem aufgefordert wird, die eingeschleusten fremden Proteine (Antigene) zu erkennen und biologische Abwehrkräfte (Antikörper) zu produzieren. Diese Antwort ihres Immunsystems beschützt die Katze künftig vor den im Impfstoff vorhandenen Erregern.

Kein Impfstoff ist 100% wirksam gegen alle Stämme von infektiösen Erregern. Trotzdem werden die meisten geimpften Katzen immun gegen diese Krankheiten. Der richtige Gebrauch von Impfungen wird die meisten Katzen von den zum Teil fatalen Folgen dieser Krankheiten bewahren.

Es ist wichtig, schon Jungtiere zu impfen und die Impfung innerhalb weniger Wochen zu wiederholen, damit sie gegen die Krankheit eine Immunität bilden können. Kleine Katzen erhalten durch die Muttermilch Antikörper. Dies wird "Immunität durch die Mutter" genannt. Diese Antikörper verlieren ihre Wirkung zwischen 6 und 10 Wochen. Deshalb werden die Kätzlein in dieser Zeit zum ersten Mal geimpft. Damit die Immunisierung sicher stattfindet und die Jungkatze genügend Antikörper bilden kann, impft man sie im Abstand von 3 Wochen nach. Werden die Jungtiere zu früh geimpft, verhindern die durch die Muttermilch erhaltenen Antikörper eine Immunisierung gegen die Krankheit. Erst wenn die Immunität durch die Mutterkatze nachlässt, können die Kätzlein erfolgreich geimpft werden.


Ein geimpftes Kätzlein kann Reaktionen zeigen wie Müdigkeit, Appetitmangel, Niesen oder wässerige Augen. Diese Anzeichen sind vorübergehend. Schonen sie ihre frisch geimpfte Katze vor körperlicher Anstrengung und Unruhe, damit sie sich schnell erholen kann.

Erhältliche Impfstoffe sind der Lebend-Impfstoff und der Tot-Impfstoff. Beim Lebend-Impfstoff wird die gleich hohe Immunität hervorgerufen wie bei einer Infektion mit der Krankheit, ohne die gleichen Symptome hervorzurufen. Lebend-Impfstoffe können nicht bei trächtigen Tieren verwendet werden. Von vielen Tierärzten und Züchtern wird der Tot-Impfstoff vorgezogen, weil das Virus bei dieser Art von Impfung nicht aktiv werden und sich replizieren kann. Der Impfstoff ist für das Tier sicherer, weil sich das Virus nicht ausbreiten kann. Den gleich hohen Schutz gegen eine Infektion wie bei der Lebend-Impfung bietet sie aber nicht.

Impfplan

 

Krankheit Erstimpfung Nachimpfung Wiederholungsimpfung
Katzenseuche 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Katzenschnupfen 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Katzenleukose FeLV 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Bauchwassersucht FIP 16. Lebenswoche* 20. Lebenswoche jährlich
Tollwut 12. Lebenswoche** 16. Lebenswoche** jährlich***
Calicivirus 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Chlamydiosis 9. Lebenswoche 12. Lebenswoche jährlich
Tetanus nach Verletzungen    

*)     Dies ist leider in endemischen Gebieten bereits zu spät!
**)   Günstig ist eine Kombination mit der FIP-Impfung in der 16. und 20. Lebenswoche.
***) Je nach Impfstoff reicht auch alle drei Jahre (Ihr Tierarzt gibt hierzu Auskunft).

Für die FeLV- und FIP- Impfung ist ein vorhergehender Bluttest zwingend notwendig.

Für Katzen-Aids FIV, Katzenpocken, Tuberkulose, Mikrosporie, und die Aujeszkysche Krankheit gibt es bis heute leider keine Impfung!

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ABZESSE
In vielen Fällen, in denen Katzen mit Fieber, Schmerzen und Apathie beim Tierarzt vorgestellt werden, handelt es sich um lokale Eiteransammlungen, auch Abszesse genannt. Die Ursache sind meistens Bisswunden, welche gerade bei rivalisierenden Katern keine Seltenheit sind. Bisswunden werden vorwiegend am Kopf, Nacken und Schwanz eingefangen. Diese Bisswunden werden in der Regel nicht so schnell entdeckt, da die Katzen die Wunde sauber ablecken. Erst ein bis zwei Wochen später tritt an der Bissstelle eine weiche, sich heiss anfühlende und mit der Zeit grösser werdende Hautschwellung auf. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass sich unter der Haut Eiter angesammelt hat. Verursacht wird die Eiterbildung durch weisse Blutkörperchen, die als Abwehrzellen die in der Bisswunde eingedrungenen Bakterien abtöten sollen. Anstatt aber die Bakterien zu besiegen, geschieht genau das Gegenteil: Es werden massenhaft weisse Blutkörperchen mit Bakterien eingeschmolzen, und so entsteht eine gelbe, zähe und übel riechende Flüssigkeit, welche man als Eiter bezeichnet.

Oftmals bemerken die Katzenbesitzer den Abszess erst, wenn er nach aussen aufbricht und die zähe Flüssigkeit ausläuft. Es bleibt ein beachtliches Loch, welches nach dem Eiterausfluss auch bluten kann. Hat sich einmal der Eiter nach aussen entleert, dann tritt in vielen Fällen spontan eine Heilung ein; der Abszess kommt nie wieder. In manchen Fällen aber kann es zu einem Wiederauftreten der Infektion und sogar zu einer Ausbreitung im lockeren Unterhautgewebe kommen. Gelegentlich gelangen die Bakterien über die Blutbahn in innere Organe wie Leber, Gehirn und Niere und rufen eine lebensbedrohliche Septikämie hervor.

Die Behandlung besteht darin, so rasch wie möglich den Abszess zu spalten und anschliessend die Wundhöhle zu säubern. Hat sich einmal Eiter gebildet, dann sind Antibiotika wirkungslos. Nur wenn vorzeitig eingegriffen wird, können Komplikationen verhindert werden. Die beste Möglichkeit einer Abszessbildung zuvor zu kommen, besteht darin, sofort beim Bemerken von Hautwunden, mögen sie auch noch so winzig sein, Antibiotika-Tabletten über einige Tage zu verabreichen. So spart man nicht nur Tierarztkosten, sondern bewahrt seine Katze auch vor späterer Krankheit.

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Parasiten sind z.B. Flöhe, Zecken, Haarlinge, Läuse, Milben. Sie fallen zuerst durch Juckreiz auf, können aber auch zu Allergien (Ekzeme) und Gesundheitsschädigungen führen.

Man bekämpft sie mit:

  • Sprays
  • Puder
  • Wirkstoffen, die über die Blutbahn eine fernhaltende oder abtötende Wirkung auf die Parasiten haben. Sie werden in Tropfenform auf die Haut zwischen den Schulterblättern gegeben.
  • oder mit neuartigen Substanzen, die über das Futter aufgenommen werden und das Tier vor Parasiten schützen.

Welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall am besten ist, sagt Ihnen Ihr Tierarzt. Er hat Medikamente auf Vorrat. Es ist empfehlenswert, nicht selber herumzudoktern, sondern einen Fachmann zu fragen.

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FLÖHE
Flöhe sind 2 - 3 mm grosse, seitlich abgeplattete Insekten. Ein Flohweibchen legt nach der Begattung mehrere hundert Eier, und zwar ins Fell der Katze oder in Teppiche, Bodenritzen, Polstermöbel, Katzenkörbchen, etc. Aus jedem Ei schlüpft nach vier bis zwölf Tagen eine Larve, die sich von organischen Abfällen wie Schuppen, Bandwurmeiern u.a.m. ernährt oder von Flohkot, der sehr viel unverdautes Blut enthält. Aus den Larven entstehen nach ca. zehn Tagen Puppen. Die Puppenruhe dauert je nach Umweltbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) vier bis dreihundert Tage!

Aus der Puppe schlüpft wieder ein Floh, und der Kreislauf ist geschlossen. Eier, Larven und Puppen werden durch gewöhnliche Insektizide nicht abgetötet. Die Entwicklung der Larven kann durch neuartige Wirkstoffe in Sprayform gehemmt werden. Man erkennt einen Flohbefall an den Ausscheidungen der Flöhe, kleine schwarze "Krümchen", die wie dunkle Schuppen aussehen und sich im Fell der Katze befinden.

Beisst ein Floh zu, kommt es an der Einstichstelle zu einer lokalen Hautreaktion, welche immer mit Juckreiz einhergeht. Bei starkem Befall kann es schliesslich zu einem sogenannten Flohekzem führen. Katzen können durch den quälenden Juckreiz zur Aggressivität neigen. Ferner dienen Flöhe auch als Zwischenwirt für den Bandwurm. Die Belästigung durch Flöhe ist nicht unerheblich und macht eine konsequente Therapie erforderlich. Es gibt in Zoogeschäften Kontaktinsektizide, welche allerdings bei häufigem Gebrauch eine Resistenz der Flöhe auf die Mittel bewirken können. Besser sind die durch den Tierarzt kontrolliert abgegebene Medikamente. Gleichzeitig mit der Behandlung der Tiere muss eine effektive "Behandlung" der Wohnung erfolgen (Schlafplätze, Bodenritzen,...). Nach erfolgreicher Bekämpfung der Flöhe muss die Katze entwurmt werden. Man sollte ausserdem beachten, dass sowohl Flöhe, als auch Würmer den Organismus der Katze belasten und das Immunsystem schwächen.

Als Vorbeugung leistet ein Flohhalsband gute Dienste.

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MILBEN
Die im Bereich von Nasen- und Augengegend, Ohr oder äusserem Gehörgang in Haarwurzeln lebende Milbe steht verwandtschaftlich der Pferdemilbe sehr nahe. Sie wird für einige Hauterkrankungen bei der Katze verantwortlich gemacht. Eine Erkrankung, die im Volksmund als Stachelbeerkrankheit oder Herbstbeisse bekannt ist, tritt vorwiegend im Herbst auf. Hier ist ruft nur die Larve Krankheitserscheinungen hervor, nicht dagegen die Milbe selbst. Der Mensch kann vorübergehend durch Larven oder Jungmilben befallen werden.

Die im Gehörgang lebenden Milben rufen dort sehr starken Juckreiz hervor und bewirken im Laufe der Zeit die Absonderung eines schwarzen, typischen Sekrets. Die erkrankten Katzen schütteln häufig den Kopf. Oft reiben sie die Ohren auffällig und verursachen sich selbst durch intensives Kratzen eiternde Wunden. Der mit dieser Infektion verbundene Juckreiz kann auch nach sehr sorgfältiger Reinigung der Gehörgänge und der vollständigen Beseitigung der Milben noch einige Wochen anhalten. Dies ist auf eine allergische Reaktion der Haut auf ein Sekret der Milben zurückzuführen. Das von den erkrankten Tieren durch Kopfschütteln oder Kratzen in die Umgebung verstreute milbenhaltige, trockene Sekret kann infektionsfähige Milben oder deren Eier über viele Wochen enthalten. Für die Übertragung kommen sowohl der direkte körperliche Kontakt, die Berührung mit infizierten Sekreten oder Lagerstätten und die Verschleppung der Milben durch Flöhe in Frage.

Nach frischer Infektion sind die Milben mit einer Lupe in dem Gehörgang leicht zu erkennen. Oft sieht man deutlich ihre Fortbewegung auf der hellen Haut des Gehörganges. Später sind sie schwer zu erkennen, da der Gehörgang durch das schwarze Sekret verunreinigt ist.

Die Milben widerstehen oft für lange Zeit einer Therapie. Dies liegt daran, dass es schwierig ist, die Gehörgänge befallener Katzen gründlich zu reinigen und damit dem örtlich wirkenden Medikament den Zutritt zu den Milben zu verschaffen. Oft ist der Behandlungsabstand nicht kurz genug. Die tägliche Verabreichung eines Medikamenten-gemischs (Penochron oder Orisel) hat sich bewährt. Manche Katzen reagieren auf die Anwendung von Orisel kurzzeitig mit einer Reizung des Innenohres, wodurch Speicheln und Gleichgewichtsstörungen hervorgerufen werden können. Mitunter scheinen die Milben auch während der Behandlung aus den Gehörgängen zeitweise auszuwandern und an anderen Körperstellen in der Umgebung der Ohren und an der Schwanzspitze zu leben. Besonders dann, wenn die Katze beim Schlafen die Schwanzspitze in ihre Ohrmuschel hereinragen lässt, kann es ständig zu Reinfektionen kommen. Bei hartnäckigen Fällen sollte daher immer eine Ganzkörperbehandlung mit einem für Katzen verträglichen Antiparasitikum in Erwägung gezogen werden.

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HAARLINGE
Der zu den Hexapoden gehörende, bis 1,3 mm lange, plumpige Katzenhaarling besitzt einen fünfeckigen Kopf, welcher vorne spitz ausläuft. Er ist von hellgelber Farbe. Seine Entwicklung vollzieht sich als unvollkommene Metamorphose, welche von der Eiablage bis zum geschlechtsreifen Parasiten drei bis fünf Wochen benötigt.

Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit befallenen Tieren. Die Haarlinge beunruhigen ihre Wirte durch ihr stetes Umherkriechen. Sie ernähren sich von Hautschuppen oder Sekreten und verursachen bei starkem Befall Haarausfall und Ekzeme an Kopf, Hals und Rücken. Der Nachweis geschieht durch die Feststellung der sichtbaren Lästlinge. Haarlinge können Zwischenwirte für den Hundebandwurm sein.

Ihre Bekämpfung ist mit allen für die Katze verträglichen Insektiziden möglich, wobei eine Nachbehandlung 10 - 12 Tage später notwendig ist, weil die meisten Präparate keine oder nur unzureichende Wirkung auf die Eier besitzen.

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